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Das Castillo Morales®-Konzept – Überblick

21. November 2025 - 22. November 2025

280,00 € – 310,00 €

Inhalt: Das Castillo Morales®-Konzept ist ein umfassendes, neurophysiologisch orientiertes Therapiekonzept für Kinder und Erwachsene mit kommunikativen, sensomotorischen und orofazialen Störungen. Das Konzept beinhaltet die Förderung sensorischer und motorischer Fähigkeiten und einen orofazialen Behandlungsschwerpunkt (orofaziale Therapie inklusive stimulierender Gaumenplatten).

Philosophie: Rodolfo Castillo Morales beschäftigte sich intensiv mit der Anthropologie Lateinamerikas und ließ diese Erfahrungen mit der Lebensweise verschiedener ethnischer Gruppen grundlegend in sein Therapiekonzept einfließen. So basiert die Behandlung auf Respekt vor dem Gegenüber, Zutrauen in die Fähigkeiten des anderen und Unterstützung seiner Stärken und berücksichtigt v.a. Alltagsbedürfnisse. Enge Zusammenarbeit mit Eltern/Bezugspersonen ist bei Diagnostik und Therapie von grundlegender Bedeutung.

Ziele der Behandlung:
– Erweiterung der nonverbalen und verbalen Kommunikationsmöglichkeiten
– Wahrnehmungsentwicklung (z.B. Spüren, Sehen, Hören)
– Verbesserung der aktiven Aufrichtung und Erweiterung der Bewegungsmöglichkeiten
– Aktivierung und Regulierung der orofazialen Funktionen (Saugen, Schlucken, Speichelkontrolle, Kauen, Mimik, Artikulation)
– Förderung der Eigeninitiative und Selbstständigkeit (z.B. bei Kommunikation, Essen und Trinken, Fortbewegung)
– Unterstützung der elterlichen Kompetenz
– Vermeiden sekundärer Pathologie

Wer wird behandelt? Frühgeborene, Säuglinge und Kinder mit:
– Muskelhypotonie, z.B. bei Down-Syndrom, Prader-Willi-Syndrom u.a. Syndromen.
– orofaziale Störungen z.B. bei neurologischen Erkrankungen, Fazialisparese, Möbius-Syndrom, Pierre-Robin-Sequenz oder Lippen-Kiefer-Gaumen-Gaumensegelfehlbildungen
– zentralmotorischen Störungen und Mehrfachbehinderung z.B. bei Zerebralparese oder Zustand nach Schädel-Hirn-Trauma
– peripheren Paresen z.B. Plexusparesen oder Myelomeningozelen
– neuromuskulären Erkrankungen und Erwachsene mit neurologischen Einschränkungen

Zusammenarbeit: Es bedarf intensiven Austauschs von betreuenden Ärzten und Therapeuten und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Patienten und seiner Familie, um zu einem gemeinsamen Verständnis seiner Grundproblematik zu finden.

Das Seminar führt in Theorie und Praxis des Konzepts ein, ist aber kein Teil des Ausbildungskurses. Die Prinzipien der Behandlungstechniken werden vorgestellt und in gegenseitiger Anwendung praktisch erfahren, zB die Vibration mit ihren Auswirkungen im orofazialen Bereich. In Selbsterfahrung wird das Zusammenspiel zwischen Körper, Kopfhaltung und den orofazialen Strukturen erlebt und untersucht. Durch gemeinsames Arbeiten untereinander, auch im Gesichts- und Mundbereich vermitteln die Referenten Wege zur Aktivierung der z.B. an Nahrungsaufnahme/Kommunikation beteiligten Strukturen.

Details

Zielgruppe:
Berufstätige aus Kinder- und Jugendmedizin, Zahnmedizin, Kieferorthopädie, medizinischer Therapie
Maximale Teilnehmerzahl:
max. 18
Status:
abgesagt
Kursnummer:
252 0111

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