ICF-orientiertes Arbeiten in der frühen Kindheit – VIFF zertifizierter Workshop
12. Oktober 2026 - 13. Oktober 2026
355,00 € – 380,00 €Inhalt: Mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) wurde ein grundlegender Paradigmenwechsel in der Arbeit mit Menschen mit (drohenden) Behinderungen eingeleitet: weg von einem fürsorgeorientierten Verständnis hin zu einer person- und teilhabeorientierten Haltung. Im Mittelpunkt des Leistungsanspruch steht die gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft – entsprechend dem neuen Behinderungsbegriff des SGB IX, der Behinderung als Ergebnis von Wechselwirkungen zwischen Person und Umwelt beschreibt.
Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) bietet hierfür ein verbindendes, fachübergreifendes Konzept und eine gemeinsame Sprache. ICF-orientiertes Arbeiten ist sowohl im BTHG als Grundlage der Bedarfsermittlung festgehalten als auch ein fester Bestandteil in der Frühförderung, der Sozialpädiatrie und der inklusiven Bildung geworden
Ziele des Workshops: Dieser Workshop vermittelt grundlegendes Wissen und praktische Anwendungsmöglichkeiten der ICF für Fachkräfte aus der Frühförderung und angrenzenden Arbeitsfeldern. Die Teilnehmenden bekommen Konzeptideen, wie sie in der Zusammenarbeit mit Kind und Eltern eine individuelle, altersgerechte und teilhabeorientierte Bedarfsermittlung im Sinne des BTHG gestalten und in interdisziplinären Teams umsetzen können.
Themen:
• Einführung in die ICF auf der Basis des bio-psycho-sozialen Modells
• Paradigmenwechsel im Behinderungsbegriff und gesetzliche Grundlagen (UN-BRK, BTHG, SGB IX)
• ICF-orientierte Bedarfsermittlung und teilhabeorientierte Zielformulierung für den Praxisalltag
• Beispiele und Vorschläge für die Umsetzung der ICF in der interdisziplinären Zusammenarbeit
Die Workshopinhalte orientieren sich am Konsenspapier der DGSPJ und VIFF zur Qualität von Schulungen zum Thema „Teilhabeorientierte Versorgung mit ICF“.
Arbeitsweise: Der Workshop kombiniert theoretische Inputs, praxisnahe Beispiele, Plenumsdiskussionen und Gruppenarbeiten. Die Teilnehmenden haben Gelegenheit, eigene Fragestellungen aus ihrer Praxis einzubringen und gemeinsam zu reflektieren.

