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Kultur- und traumasensitive Elternarbeit mit „Parents‘ College“

20. November 2026 - 21. November 2026

300,00 € – 330,00 €

Inhalt: Ziel ist, die Besonderheiten der Elternarbeit mit geflüchteten Familien insbesondere mit kleinen Kindern zu erarbeiten. Der Fokus liegt dabei auf Folgen frühkindlicher Deprivation durch fehlende Interaktion mit primären Bezugspersonen, mögliche Traumafolgesymptomatiken und oft auftretende Ängste und Missverständnisse. Das „Parents‘ College“-Manual mit Materialien wird vorgestellt und verschiedene Einsatzmöglichkeiten – auch in Einzelberatungen – erläutert. Eigene Fälle können gerne zusätzlich eingebracht werden.
Nach dem Seminar sind die Teilnehmenden in der Lage, mit fachlichem Hintergrund kultur-und traumasensitive Beratungen von Familien mit Fluchterfahrung durchzuführen und auch die vorgestellte Elterngruppe „Parents‘ College“ selbständig anzubieten.
Themen des manualisierten Elternkurses sind zuerst die Rahmenbedingungen für eine gesunde kindliche Entwicklung (z.B. Aufsichtspflicht, Regeln für Bildschirmexposition, Bedeutung der Interaktion). In der zweiten Sitzung geht es um Medizinisches wie Gesundheitsförderndes Verhalten im Alltag, typische Erkrankungen und Infekte, Verbot Genitalverstümmelung u.a. Sodann wird umfassend auf die Bedeutung einer Tagesstruktur für die kindliche Sprachentwicklung sowie auf die Themen Grenzsetzung und Gewaltfreiheit im Alltag eingegangen. Abschließend werden dann noch Traumafolgesymptome bei Kindern und Möglichkeiten der Therapie und Unterstützung erläutert.
Hintergrund: In den letzten Jahren wurden ca. ein Viertel der Asylanträge in Deutschland für Kinder im Alter von bis zu 6 Jahren gestellt. Diese jungen Kinder aus Familien mit Fluchterfahrung stellen aufgrund ihrer belastenden und potentiell traumatisierenden Erfahrungen vor, während und nach der Flucht eine hochvulnerable Gruppe dar. Um eine gesunde kindliche Entwicklung gewährleisten zu können, sollten diese (oft stark belasteten) Familien dringend frühzeitig Zugang zum Betreuungs-, Bildungs- und bei Bedarf auch Behandlungssystem erhalten. Eine gezielte kultur- und traumasensitive Unterstützung der primären Bezugspersonen ist dabei besonders wichtig.
Die Seminarleiterinnen bieten seit 8 Jahren eine Interdisziplinäre Sprechstunde für Kinder mit Fluchterfahrung (ISKF) in verschiedenen Münchner Flüchtlingsunterkünften an. Zentraler Bestandteil ist das begleitende „Parents‘ College“ als niedrigschwellige Psychoedukationsmaßnahme in Kleingruppen für Eltern mit Fluchterfahrung. In 4 Sitzungen werden den Eltern mit Dolmetschern als Sprachmittler und vielen Bildmaterialien kulturübergreifend wichtige Informationen zu kindlichen Entwicklungsbedürfnissen vermittelt.

Bei Interesse an einer Inhouse- oder Online-Fortbildung, auch nach Bedarf beschränkt auf bestimmte Themenbereiche, wenden Sie sich gerne an info@akademie-muenchen.de.

Kultur- und traumasensitive Elternarbeit mit Manual „Parents‘ College“, einer psychoedukativen Elterngruppe für geflüchtete Familien mit Klein- und Vorschulkindern

Details

Zielgruppe:
Berufstätige aus Psychologie, (Sozial-)Pädagogik, Psychotherapie, (Kinder- u. Jugend) Medizin, Fachbetreuung mit Tätigkeit in Flüchtlingsunterkünften, Kindergarten, Schule, SPZ, KJP, etc.
Maximale Teilnehmerzahl:
max. 18
Kursnummer:
262 118

Tickets

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Bis: 20.09.2026
Elternarbeit mit „Parents‘ College“
300,00
Unbegrenzt
Ab: 21.09.2026
Elternarbeit mit „Parents‘ College“
330,00
Unbegrenzt